Kategorie-Archiv: Bienen – Poesie

Lorscher Bienensegen

Kirst, imbi ist hucze! nu fluic du, uihu mînaz, hera
fridu frono, in munt godes heim zi comonne
sizi, sizi bina inbot dir sce maria hurolob ni habe du zi holce
ni fluc du noh du mir nindrinnes noh du mir nint uuin
nest sizi uilu stillo, uuirki godes uuíllon.

Christ, die Bienen sind draussen!
Nun flieg du, mein Vieh, hierher
In heiligem Frieden, im  Schutz Gottes,
heim zu kommen, gesund.
Sitze, sitze, Biene, gebot dir die heilige Maria.
Erlaubnis nicht habest du, zum Wald fliege nicht, noch sollst du mir entrinnen.
Sitze ganz still, wirke Gottes Willen.

Der Lorscher Bienensegen gehört zu den ältesten gereimten Dichtungen in deutscher Sprache.
Der Spruch wurde, im 10. Jahrhundert, in althochdeutscher Sprache kopfüber an den Rand einer Seite der apokryphen Visio_Sancti_Pauli”Visio St. Pauli aus dem frühen 9. Jahrhundert geschrieben.
Das Manuscript stammte ursprünglich aus dem Kloster_Lorsch.
Quelle Wikipedia